Meinen tabellarischen Lebenslauf finden Sie bei LinkedIn oder Xing. Hier erfahren Sie mehr über die digitalen Erfahrungen vor und nach meinem Magisterabschluss in Allgemeiner Rhetorik.

Die frühen Jahre mit Computer und Internet

Bei Digital-Menschen gehört es zum guten Ton von seinem ersten Commodore 64 zu schwärmen. Ja, ich hatte auch so einen der ersten Homecomputer in den Achtziger Jahren. Heute bin ich sogar froh, dass das Laden eines Spieles via Datasette manchmal eine knappe Stunde gedauert hat. So blieb während des Wartens genug Zeit für Hausaufgaben und einen Schulabschluss. Warum manche Mitschüler schon damals Ihren Computer mit dem Telefon verbinden wollten, habe ich ehrlich gesagt nie richtig verstanden. Mein erster Berührungspunkt mit dem Internet war 1997. Als freier Journalist habe ich während des Studiums aber schon unzählige Artikel über das World Wide Web geschrieben.

Mein Einstieg ins Berufsleben

Nach dem Magister Abschluss in Allgemeiner Rhetorik und Politikwissenschaften habe ich mich für ein journalistisches Volontariat entschieden. Eine spannende Zeit, denn die Redaktion der Regionalzeitung führte die digitale Produktion ein. Da mussten auch die ältesten Redakteure wenige Wochen vor Ihrem Ruhestand zum ersten Mal eine Computermaus in die Hand nehmen. Der Chefredakteur warf sie im Wutanfall an die Wand. Die Ressortleiter holten sich lieber mich als Volontär, um ihre Zeitungsseiten am Computer zu produzieren.

Leben und Sterben in der Dot.com-Blase

Die “Turnschuh-Company” oder “das Schnellboot”. Bei T-Online, der Online-Tochter der Deutschen Telekom, hat sich das Management in den frühen Jahren sehr um Abgrenzung zum damals schwerfällig wirkenden Mutterkonzern Telekom bemüht. In weniger als sechs Jahren habe ich bei T-Online einen kompletten Wirtschaftszyklus miterlebt: Von den wilden Aufbaujahren mit rasantem Personalwachstum und stetig neuen Produkten bis hin zur ersten großen Kündigungswelle. 140 Prozent als persönliches Jahresziel, ein ausdrückliches Lob im großen Kreis der Weihnachtsfeier für die erbrachte Leistung. Drei Monate später wollten sie sich – ohne Begründung – von mir trennen. Diese persönliche Erfahrung mit einem größeren Change hat mich lange geprägt.

Alles bleibt anders, wenn sich die Schweiz durch die Digitalisierung verändert

Sprachlich fühlt es sich vielleicht wie ein Umzug von Hamburg ins tiefste Bayern an. Kulturell ist es aber ein noch größerer Schritt: Denn die Schweiz ist ein anderes Land mit einer ganz anderen Kommunikation zwischen den Menschen als in Deutschland. Als ich die Verantwortung für die dreisprachige Webseite der Coopzeitung in Basel übernahm, war die beliebteste Seite das Formular, mit dem User die Lösung für das Kreuzworträtsel kostenlos übermitteln konnten. Unterstützt durch einen wohlwollenden Vorgesetzten, konnte ich dort einen gewaltigen digitalen Change-Prozess in der Redaktion voranbringen. Die Einführung neuer Formate wie Blogs, Videos, Podcasts, Communities und eine digitale Plattform zum Abnehmen waren nur mit der Unterstützung unterschiedlicher Teams möglich. Diese Unterstützung habe ich mir mit Mitarbeiterschulungen, Vorträgen externer Experten und dem stetigen Dialog über die Chancen der Digitalisierung erarbeitet. Hier ist mir erstmals klar geworden: Digitalisierung ist ein Teamsport. Diese Change-Erfahrung hat mir in meiner folgenden Station an der ETH Zürich geholfen. So konnte ich schon 2009 einem Professor der Politikwissenschaften schlüssig vermitteln, warum sich sein Think Thank auch auf Facebook engagieren sollte.

Unternehmerisch durch die Digitalisierung in der Schweiz

Projektmanager in Zürich und Designer in Tokio: Das ist der Stoff, aus dem kompetente Berater für die digitale Welt entstehen. Diese Kombination bringt große Verlage und üppig finanzierte Startups als Kunden. Doch Marken wie beispielsweise „Information Architects“, für die ich im Folgenden tätig war, sind verletzlich. Das zeigte sich, als ein Atomunfall im fernen Japan die gesamte Markenwahrnehmung in der Schweiz durcheinander wirbelte. Dennoch habe ich in dieser Zeit mit hoch kompetenten Kollegen und spannenden Kunden genug gelernt, um danach als Geschäftsführer einer Kommunikationsagentur mehrere Medienhäuser und mittelständische Unternehmen mit guten Ideen und der richtigen Strategie durch die Digitalisierung zu führen. Dabei habe ich eine weitere Lektion für das digitale Leben gelernt: Manchmal sind die Erlöse so klein und die Konkurrenz ist so stark, dass die neuen digitalen Gewinne den Verlust im klassischen Geschäft nicht kompensieren können. Diese Weisheit können manche Zeitungsverleger bestätigen.

Kommunizieren zwischen Frankfurt, Wien und Kapstadt

Oft gescholten und doch schon viel weiter als viele andere Wirtschaftszweige: Die Zeitungsbranche. Verantwortlich für Mitglieder und Events in Europa und Afrika, war ich beim Weltzeitungsverband WAN-IFRA in Frankfurt am Main ein Zeuge und Akteur großer, digital getriebener Veränderungen. Mit Events und Workshops durfte ich diesen Prozess als Direktor begleiten. Verantwortlich für die Verbandsmitglieder in Europa und Afrika, konnte ich mich regelmäßig mit CEOs, Chief Digital Officers und Chefredakteuren über den digitalen Wandel und neue Erlösmodelle in der Medienbranche austauschen. Veränderung war auch das Motto für die Kommunikation der strategischen Unternehmensberatung M.O.O.CON, die ich danach unterstützte. Hier haben wir uns im Corporate Storytelling erfolgreich an den Pain Points unserer potentiellen Kunden orientiert. 

Wie mich dieser Werdegang geprägt hat

Die Digitalisierung verändert Unternehmen und Organisationen radikal. Ich bin der festen Überzeugung: Digitalisierung ist ein Teamsport. Erfolgreich sind Unternehmen mit einem gemeinsamen Verständnis für die Chancen. Es entsteht und wächst aber nur mit empathischer Kommunikation.

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